Mit dieser Serie zeigt Ann Agarwal, wie sich ein Material, das seit jeher fĂ¼r Beständigkeit, Licht und ursprĂ¼nglichen Wert steht, in einen lebendigen Zusammenhang Ă¼berfĂ¼hren lässt.
Charakteristisch fĂ¼r diese Arbeiten ist der Einsatz von Blattgold.
Es ist unveränderlich in seiner Substanz, verliert nichts, bleibt – und trägt seinen Glanz nicht als Oberfläche, sondern aus sich heraus. Gleichzeitig ist es formbar, reagiert auf BerĂ¼hrung und lässt sich in feinste Strukturen fĂ¼hren.
Diese Eigenschaften treten in Beziehung zu den Fragmenten der Natur.
Blattadern, Fasern und Bruchkanten sind keine zufälligen Formen – sie sind gewachsene Linien, in denen sich bereits eine Ordnung zeigt. Das Blattgold folgt diesen Strukturen, verdichtet sie und macht sichtbar, was im Unsichtbaren angelegt ist: der Kern, der die Form bereits in sich trägt.
So entsteht ein GefĂ¼ge aus Beständigkeit und Bewegung.
Das Material bleibt, während die organische Struktur Wandel zeigt.
Sein Glanz trifft auf die Tiefe der gewachsenen Oberfläche – und legt frei, was im Kern angelegt ist.